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Was ist der Unterschied zwischen einem Kraftsensor und einem Rotationssensor an einem E-Bike, und wie merkt man das im Verkehr?

Ein erkennbarer Moment: grüne Ampel, belebte Kreuzung und ein unerwarteter Anstoß‘

Sie stehen vorne an der Ampel, die Füße auf den Pedalen, eine Straßenbahnschiene neben Ihnen und hinter Ihnen eine Reihe von Radfahrern, die ebenfalls überholen wollen. Die Ampel springt auf Grün und Sie wollen langsamer werden, weil Sie gleich einbiegen oder abbiegen müssen. Bei dem einen E-Bike fühlt sich das so an, als würde das Rad genau auf Ihre Beine hören, bei dem anderen bekommen Sie einen plötzlichen Schubs, der Ihr Timing durcheinander bringt.

Dieser Unterschied hat oft weniger mit einem “starken Motor” zu tun als mit der Art des Sensors, der die wenn und wie viele Unterstützung erhalten Sie. Die meisten E-Bikes verwenden einen Kraftsensor, einen Rotationssensor oder eine Kombination davon.

In diesem Artikel geht es um die Unterschied zwischen Kraftsensor und Rotationssensor E-Bike, und vor allem, wie man es im realen Verkehr wahrnimmt: beim Anfahren, bei langsamer Fahrt, in Kurven, auf belebten Radwegen und auf nasser Fahrbahn.

Was genau misst ein Kraftsensor?

A Kraftsensor (auch Drehmoment- oder Torsionssensor genannt) misst, wie viel Kraft Sie auf die Pedale ausüben. Einfach ausgedrückt: Je stärker Sie in die Pedale treten, desto mehr Unterstützung bietet der Motor.

Der Sensor “liest” also Ihre Anstrengung. Infolgedessen fühlt sich die Unterstützung normalerweise proportional und vorhersehbar an.

Wie merkt man das auf der Straße?

Mit einem Kraftsensor ist es einfacher, sehr dosiert zu fahren. Das merkt man vor allem in Situationen, in denen man nicht mit Vollgas beschleunigen will.

  • Fahren Sie leise weg: Leichter Druck auf das Pedal bietet sanfte Unterstützung, ohne zu überraschen.
  • Langsames Gehen in Menschenmengen: Bei 8-12 km/h kann man auf subtile Weise “an” bleiben, ohne ständig das Gefühl zu haben, ein- oder ausgeschaltet zu sein.
  • Abbiegen und Einfügen: Sie können kurz vor der Kurve leicht zurückziehen und das Motorrad folgt sofort.
  • Nasse Fliesen oder Blätter: Die Wahrscheinlichkeit, dass bei leichtem Treten plötzlich ein zu hohes Drehmoment auf das Hinterrad wirkt, ist geringer.

Was macht ein Rotationssensor (Pedalfrequenzsensor)?

A Rotationssensor misst, ob und wie oft sich die Pedale drehen wie bald sie sich drehen (Trittfrequenz). Die Unterstützung erfolgt also hauptsächlich durch die Bewegung: Wenn Sie sich umdrehen, hilft der Motor.

In der Praxis ist dieses System oft eher binär: Sie treten in die Pedale, der Motor “zieht an”, und wenn Sie aufhören zu treten, lässt die Unterstützung nach. Wie raffiniert sich das anfühlt, hängt stark von der Abstimmung, der Software und der Motorsteuerung ab.

Wie merkt man das auf der Straße?

Rotationssensoren können nützlich sein, wenn Sie hauptsächlich konstant mit gleichmäßiger Trittfrequenz fahren wollen. Im dichten Stadtverkehr macht sich der Unterschied stärker bemerkbar, weil man dort oft kurze Tretimpulse gibt.

  • Moment des Aufstehens: Die Unterstützung kann mit einer leichten Verzögerung eingesetzt werden oder einfach plötzlich “anspringen”.
  • Kurze Korrekturen: Ein halber Pedaltritt zur Position kann bereits die Unterstützung aktivieren.
  • Hören Sie auf zu treten: Manche Systeme schieben einen Bruchteil weiter, was in engen Situationen unangenehm sein kann.

Das Wichtigste: Unterschied Leistungssensor und Rotationssensor E-Bike auf einen Blick

Die nachstehende Tabelle hilft, die beiden Sensortypen in alltäglichen Verkehrssituationen schnell zu vergleichen.

SituationKraftsensor (Drehmoment)Rotationssensor (Trittfrequenz/Drehung)
Bei grüner Ampel losfahrenDie Unterstützung folgt Ihrem Druck auf das Pedal; gut dosiertDie Unterstützung setzt ein, sobald sich die Pedale drehen; kann sich etwas abrupt oder verzögert anfühlen
Langsames Radfahren in MenschenmengenOft stabil und “fließend” bei kleinen KrafteinstellungenKann bei kurzen Pedalbewegungen eher ein On/Off-Gefühl vermitteln
Abbiegen, Kreisverkehr, ZusammenführenLeichtes Tempo und ruckelfreie Rückstellung des DrehmomentsRisiko einer zu starken Unterstützung bei einem kurzen Pedaltritt
Nasse OberflächeFeiner zu dosieren, was gegen unerwartetes Abrutschen hilftRegulatorabhängig; kann unerwartetes Drehmoment liefern
Hügel oder BrückeSofort mehr Hilfe, sobald Sie mehr Kraft aufwendenMehr Hilfe, wenn Sie sich weiterdrehen; weniger “Mitdenken” bei Leistungsspitzen

Warum fühlt sich ein Kraftsensor oft ‘natürlicher’ an?

Das Wort “natürlich” hört man oft im Zusammenhang mit E-Bikes, aber es ist eigentlich ziemlich spezifisch: Ihr Gehirn erwartet, dass ein Fahrrad auf Kraft. Wenn du mehr drückst, wirst du schneller. Wenn Sie weniger schieben, werden Sie langsamer.

Ein Kraftsensor entspricht dieser Erwartung. Das Fahrrad wird so zu einer Art Verstärker der eigenen Tretkraft und nicht zu einem Hilfsmittel, das hauptsächlich auf die Bewegung reagiert.

Das bedeutet nicht, dass sich jeder Rotationssensor zwangsläufig schlecht anfühlt. Es bedeutet aber, dass man bei Rotationssensoren eher von der Softwareeinstellung, der Verzögerung (Anfahren/Abfallen) und dem gewählten Unterstützungsmodus abhängig ist.

Sicherheit und Kontrolle: Was bedeutet das im dichten Stadtverkehr?

In der Stadt fährt man selten “einfach geradeaus”. Man hält an, man fährt Slalom, man bremst leicht, man biegt ein, man schaut über die Schulter und man korrigiert ständig.

Daher liegt der Unterschied zwischen den Sensoren in der Stadt oft bei Kontrolle, und nicht um die Höchstgeschwindigkeit.

1) Wegfahren zwischen anderen Verkehrsteilnehmern

Wenn Sie aus dem Stillstand schnell reagieren müssen (z. B. weil ein Auto noch abbiegt), soll das Fahrrad genau das tun, was Sie verlangen. Mit einem Kraftsensor können Sie oft sehr kontrolliert und mit minimalem Druck losfahren.

Bei einem Rotationssensor kann es sein, dass Sie zunächst eine Weile “leer” treten, bis der Sensor Ihre Tretbewegung erkennt, oder dass die Unterstützung mit einem Sprung einsetzt. Das ist gewöhnungsbedürftig und erfordert Antizipation.

2) Niedrige Geschwindigkeit in einem Stau von Radfahrern

In einem Fahrradstau fährt man oft mit halben Pedaltritten und Mini-Korrekturen. Mit einem Kraftsensor können Sie diese Korrekturen klein halten, da der Motor nicht sofort ‘anspringt’, sobald Sie die Pedale drehen.

Bei Rotationssensoren ist es hilfreich, in beengten Verhältnissen eine niedrigere Unterstützungseinstellung zu wählen. So verringern Sie das Risiko einer unerwarteten Beschleunigung, wenn Sie einfach nur etwas Platz haben möchten.

3) Vorrangige Bremssituationen und “Nachlauf”

Viele E-Bikes haben eine Bremsunterbrechung: Sobald Sie bremsen, hört der Motor auf zu unterstützen. Dies ist unabhängig vom Kraft- oder Rotationssensor, aber das Zusammenspiel bestimmt, wie leise sich das Fahrrad anfühlt.

Wenn ein System nach dem Anhalten des Pedalierens noch einen Bruchteil der Zeit unterstützt, kann dies zu Unruhe führen, wenn Sie sich einem Zebrastreifen oder Warnschildern nähern. Testen Sie dies immer bei einer Probefahrt: Treten Sie ohne zu bremsen in die Pedale und fühlen Sie, ob die Unterstützung sofort abbricht.

Was besagt die Gesetzgebung über die Unterstützung von E-Bikes (und warum ist sie für Sensoren relevant)?

Für ein Standard-E-Bike (EPAC) schreiben die europäischen Vorschriften vor, dass die Unterstützung nur funktionieren darf, wenn Sie in die Pedale treten, und dass sie bei 25 km/h auslaufen muss. Die Sensoren sind daher Teil eines Systems, das diese Vorschriften erfüllen muss.

Wer sich über die Grundlagen informieren möchte, kann sich die Beschreibung von EPAC und die allgemeinen Merkmale des E-Bike-Antriebs auf Wikipedia ansehen. Dies gibt vor allem Kontext zu Begriffen, die Sie in den Spezifikationen finden. Lesen Sie Hintergrundinformationen über Elektrofahrräder (Wikipedia).

Wie erkennt man bei einer Probefahrt, welcher Sensor an einem E-Bike angebracht ist?

Verkäufer nennen es manchmal “Drehmomentsensor” oder “Torque Sensing”. Aber man kann es oft selbst fühlen, ohne technisches Wissen.

Praktische Prüfungen (sicher durchführen)

  • Test 1: Sanftanlauf: Fahren Sie mit so wenig Druck wie möglich los. Fühlt es sich sofort subtil unterstützend an (oft Kraftsensor) oder muss man sich erst richtig drehen (oft Rotationssensor)?
  • Test 2: halber Pedaltritt: Rollen Sie langsam und geben Sie eine halbe Umdrehung zum Korrigieren. Bekommst du sofort einen Schubs oder bleibt es bei einer kleinen Hilfe?
  • Test 3: Unterstützung bei der Freigabe: Wenn Sie mit dem Fahrrad 15 km/h fahren, hören Sie auf zu treten und fühlen Sie, wie schnell der Motor nachlässt.
  • Test 4: Simulation einer belebten Kreuzung: Suchen Sie sich eine ruhige Strecke und tun Sie so, als ob Sie zusammenführen müssten: kurzes Einbiegen, kurzes Bremsen, wieder Einbiegen.

Führen Sie diese Art von Tests vorzugsweise in einer niedrigeren Unterstützungsstufe durch und steigern Sie sich dann. Dann werden Sie den Charakter des Systems spüren, ohne dass die Leistung alles überdeckt.

Warum es nicht nur auf den Sensor ankommt: Motorsteuerung, Haltung und Antrieb

Der Sensor ist der “Input”, aber das Fahrgefühl ergibt sich aus der Kombination von Sensor, Motorsoftware und Antriebsstrang. Zwei E-Bikes mit einem Rotationssensor können sich trotzdem sehr unterschiedlich anfühlen.

Auch die Wartung spielt eine Rolle: Ein Fahrrad, das ruhig und straff läuft, bietet mehr Kontrolle. Zu diesem Bild gehören Antriebsmöglichkeiten wie Riemenantrieb und hydraulische Bremsen.

Wenn Sie mehr über Komponenten lesen möchten, die das Fahrgefühl beeinflussen, wie z. B. Riemen, Bremsen und Motorkonfigurationen, lesen Sie die Produktspezifikationen und die verwendeten Komponenten.

Häufige Missverständnisse (und wie man sie aus dem Weg räumt)

“Rotationssensor ist gefährlich”

Nicht unbedingt. Es kann sich nur bei kurzen Pedaltritten weniger vorhersehbar anfühlen, vor allem, wenn das System schnell und kraftvoll auslöst.

“Kraftsensor ist immer sportlicher”

Ein Leistungssensor kann sich sportlich anfühlen, weil sich das Fahrrad mit Ihrer Anstrengung bewegt. Ein Leistungssensor kann aber auch komfortabel sein, da Sie mit sehr wenig Kraftaufwand eine kontrollierte Unterstützung erhalten.

“Man merkt es nur bei hoher Geschwindigkeit”

Meistens merkt man es gerade bei niedrigen Geschwindigkeiten: beim Anfahren, in engen Kurven, bei Menschenansammlungen und schlechten Straßenverhältnissen. Genau die Stellen, an denen Kontrolle wichtig ist.

Welcher Sensor eignet sich für Ihren Einsatz in der Stadt?

Es gibt keine allgemeingültige beste Wahl, aber Sie können je nach Ihren Fahrten und Ihrer Umgebung wählen.

Der Kraftsensor passt oft gut:

  • Pendeln in der städtischen Rushhour
  • viel Stop-and-Go-Verkehr und viele Kurven
  • Fahrer, die eine vorhersehbare, “analoge” Dosierung wünschen
  • Personen, die häufig mit Ladung (Taschen, Kindersitz, Lastenfahrrad) unterwegs sind, wo ein kontrolliertes Andocken praktisch ist

Rotationssensor kann gut mit passen:

  • Fahrten mit längeren Abschnitten mit konstantem Tempo
  • Fahrer, die hauptsächlich “leicht drehen” und den Motor die Arbeit machen lassen
  • diejenigen, die ein einfaches, direktes System wünschen und den Ein/Aus-Charakter nicht als störend empfinden

Was STOER für die Kontrolle in der Praxis für wichtig hält

Bei E-Bikes, die für die Nutzung durch Erwachsene in der Stadt gedacht sind, geht es oft um Stabilität, vorhersehbare Leistung und ruhiges Fahrverhalten. Unsere eigenen Hintergrundgeschichten spiegeln dies wider, wie z. B. die Wahl eines Leistungssensors anstelle eines Rotationssensors, damit sich das Treten “wie bei einem normalen Fahrrad” anfühlt.

Machen Sie den Unterschied schließlich mit einer kurzen Teststrecke greifbar

Im Zweifelsfall sollten Sie sich nicht allein nach den technischen Daten richten. Planen Sie eine Probefahrt mit Strecken, auf denen Sie normalerweise fahren: eine Ampel, eine enge Kurve, eine Schwelle, ein belebter Radweg.

Wollen Sie sich dabei helfen lassen, oder verschiedene Fahrgefühle nebeneinander erleben? Dann werfen Sie einen Blick auf die Möglichkeiten für ein Testfahrt mit einem STOER-E-Bike und bringen Sie Ihre eigenen Fragen zur Route mit. Dann können Sie entscheiden, welches Sensorsystem am besten zu Ihrem Verkehr und Fahrstil passt.