Ein Riemenantrieb bei E-Bikes besteht aus einem speziell entwickelten Carbonriemen, der die Tretkraft vom vorderen Ritzel (am Tretlager) auf das hintere Ritzel (am Rad) überträgt. Der Riemen selbst besteht aus kohlefaserverstärktem Polyurethan, das eine optimale Kombination aus Flexibilität, Stärke und Haltbarkeit bietet.
Im Gegensatz zu einer Metallkette, die aus zahlreichen Gliedern besteht, ist ein Karbonband ein durchgehendes Teil. Dadurch entfallen die verschleißanfälligen Verbindungen zwischen den Gliedern. Die Zahnscheiben haben ein spezielles Profil, das sich perfekt an die Rillen auf der Innenseite des Riemens anpasst, sodass die Kraft effizient und ohne Schlupf übertragen werden kann.
Bei High-End-Systemen wie dem Gates Carbon Drive CDX, das in vielen hochwertigen Fahrrädern zum Einsatz kommt, sorgt die Carbonkonstruktion für eine lange Lebensdauer und einen störungsfreien Betrieb. Das System arbeitet nahtlos mit der elektrischen Unterstützung des E-Bikes zusammen, wobei der Motor die über den Riemen übertragene Tretkraft verstärkt.
Ein wichtiger Unterschied zum Kettenantrieb besteht darin, dass ein Rahmen für den Riemenantrieb speziell mit einer Öffnung versehen werden muss, um den geschlossenen Riemen aufzunehmen, da er nicht wie eine Kette geöffnet werden kann.