Gute Voraussicht ist die Grundlage für sicheres Fahren mit dem Lastenrad. Das bedeutet, vorauszuschauen, einzuschätzen, was die anderen Verkehrsteilnehmer tun werden und das eigene Verhalten entsprechend anzupassen. An einer Kreuzung ist dies besonders wichtig.
Beginnen Sie frühzeitig zu beobachten. Schauen Sie sich die Verkehrssituation an, lange bevor Sie die Kreuzung erreichen. Welche Autos sind dort? Schränken Lastwagen oder Busse Ihre Sicht ein? Gibt es Fußgänger, die die Kreuzung überqueren wollen? Wenn Sie diese Informationen frühzeitig einholen, können Sie Ihre Geschwindigkeit anpassen und sich der Kreuzung vorbereitet nähern.
Blickkontakt mit anderen Verkehrsteilnehmern herstellen
Blickkontakt ist Ihr bester Freund im Straßenverkehr. Wenn Sie einen Autofahrer ansehen und dieser zurückschaut, wissen Sie, dass Sie gesehen wurden. Dies ist besonders wichtig bei rechtsabbiegenden Autos. Sie stellen eine der größten Gefahren für Radfahrer an Kreuzungen dar. Wenn ein Autofahrer nach rechts abbiegt und Sie übersieht, kann dies zu einer gefährlichen Situation führen.
Nehmen Sie also bewusst Blickkontakt auf. Warten Sie nicht darauf, dass der Autofahrer Sie ansieht, sondern suchen Sie aktiv seinen Blick. Nickt oder gestikuliert er? Dann wissen Sie, dass Sie sicher weiterfahren können. Geschieht dies nicht? Dann gehen Sie davon aus, dass Sie nicht gesehen wurden und warten Sie einen Moment.
Der tote Winkel bei Lkw und Bussen
Lkw und Busse haben große tote Winkel. Das sind Bereiche, in denen der Fahrer Sie nicht sehen kann, auch nicht mit Spiegeln. An einer Kreuzung ist dies besonders gefährlich. Ein Lkw, der nach rechts abbiegt, während Sie geradeaus fahren, kann auf Sie auffahren, ohne dass der Fahrer Sie je sieht.
Die goldene Regel: Stellen Sie sich an einer Ampel nie neben einen Lkw oder Bus. Stellen Sie sich hinter das Fahrzeug oder stellen Sie sicher, dass Sie weit genug voraus sind, damit der Fahrer Sie sehen kann. Ist der Lkw bereits unterwegs? Dann warten Sie, bis er vollständig vorbeigefahren ist, bevor Sie weiterfahren.
"Zuverlässigkeit ist Sicherheit", argumentiert Laurens. "Mit einem Gurt muss man sich keine Sorgen machen, dass im ungünstigsten Moment etwas reißt. Keine Kette, die abspringt, wenn man gerade an einer belebten Kreuzung anhält."